Sonderzeichen Sonderdruck Close Up

Sonderzeichen Sonderdruck

Der Ausgangspunkt des Seminars besteht darin, einen Ort, ein Ereignis oder einen Prozess zu finden, die die Studierenden persönlich faszinieren. Ziel ist es, daraus ein eigenständiges, grafisches Zeichensystem zu entwickeln. Ihre Wahl erfassen die Studierenden vorerst analog. Dabei kristallisieren sich verschiedenste Themen wie Jahrmarkt, das Regierungsviertel, Buchbinden, Schleimpilze, Bar Mitzvah, Wind, Tropical Island und vieles mehr heraus. Durch das Experimentieren mit diversen Methoden, Zeichenmaterialien, Licht und Schatten abstrahieren die Studierenden ihre Aufzeichnungen zu den Untersuchungsgegenständen immer weiter. Die so erzeugten Grafiken werden zu Zeichensystemen digitalisiert.

Abschließend drucken die Studierenden bei einem Print-Workshop ihre Sonderzeichen mit einem manuellen Druckverfahren auf ein gemeinsames Plakat. Eine Publikation versammelt die individuellen Zeichen; das Plakat dient hierbei als gefalteter Einband des Buches.

Buchbinden
Buchbinden: Ein visuelles Inventar aller Arten und Formen des Buchbindens. Es stellt den handwerklichen Fertigungsprozess in allen möglichen Varianten dar. Die Abbildungen funktionieren rein autonom und kommen ohne Fachbegriffe und textliche Beschreibungen aus. Die Zeichen sind reduziert formuliert und für einfache Decodierbarkeit hin optimiert. Die große Zahl erstellter Zeichen wird als diagrammatische Übersicht als Poster präsentiert. Student: Simon Ruaut (Austauschstudent School of Arts Gent, Belgien)
Regierungsviertel Berlin
Regierungsviertel Berlin: Um das Regierungsviertel Berlin auf seine visuelle Symbolik hin zu untersuchen, wurden zunächst seine einzelnen architektonischen Elemente analysiert. Neue, fiktive Gebäude wurden daraus in einem zweiten Schritt generiert, die aber dennoch die architektonische Charateristik des Regierungsviertels aufweisen. Um reduzierte Symbole als Sonderzeichen zu erhalten, wurden die Elemente aus der Analysenhase nochmals neu kombiniert und zu einzelnen Symbolen komponiert. Studentin: Lena Wessel
BoingBoing
BoingBoing: Die Zeichenserie basiert auf dem Porträt eines Hüpfburgfestes. Um den Charakter dieses absurden Ortes erfassen zu können, wurden verschiedene Vergleiche gebildet und Materialstudien durchgeführt. Daraus entstand ein formales Vokabular, welches auf die Zeichen übertragen wurde. Studentin: Vera Kellner
Schattenspielfiguren
Schattenspielfiguren: Angsteinflößend ragt das Internationale Handelszentrum an der Berliner Friedrichstraße aus einer Unmenge gläserner Bauwerke. Mächtig und unnahbar scheint es gänzlich unzugänglich zu sein. Die generierten Zeichen sind das Ergebnis einer Untersuchung, dieser Bedrohlichkeit eine Formensprache zu geben. Studentin: Catharina Dörr
Bar Mitzvah
Bar Mitzvah: Ausgangspunkt des Projekts ist die ambivalente persönliche Haltung des israelischen Studenten gegenüber der religiösen Zeremonie der Bar Mitzvah. Seine Untersuchung erprobt eine Vielzahl visueller Ausdrucksmöglichkeiten, die diese subjektive Perspektive bestmöglich wiederzugeben vermag. Student: Jonathan Hadari (Austauschstudent Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem, Israel)