Recherche im Archiv der Josef and Anni Albers Foundation in Bethany, CT (USA)

Recherche im Archiv der Josef and Ani Albers Foundation in Bethany, CT (USA)

Beyond Bauhaus Basics

Das Recherche-Projekt „Beyond Bauhaus Basics“ eröffnet den Diskurs um die gestalterische Grundlehre am Bauhaus und seinen Nachfolgeinstitutionen.

Das 1919 von Walter Gropius gegründete Staatliche Bauhaus hat in seinem Bestehen von nur 14 Jahren eine enorme Wirkung auf Kunst und Gestaltung gehabt. Es ist bemerkenswert, dass gerade die politisch erzwungene Schließung der Schule der Beginn ihrer umfassenden Verbreitung im Ausland war. Diese Wirkung spiegelt sich nicht nur in den Werken der Studierenden und Meister wider, die internationale Design und Kunstgeschichte geschrieben haben, sondern kann auch in der Lehre bis heute nachverfolgt werden. Nach der Schließung 1933 wirkten viele Bauhäusler als Pädagogen, sowohl exilbedingt im Ausland, als auch nach dem 2. Weltkrieg in beiden deutschen Staaten. Sie trugen den Bauhausgedanken an verschiedene Lehranstalten heran und entwickelten ihn weiter. So prägte Albers maßgeblich die Gestaltungslehre am Black Mountain College in North Carolina und der HfG Ulm mit, Gropius und Itten unterrichteten an der Harvard University, Moholy-Nagy gründete das „New Bauhaus“ in Chicago. Insbesondere das Konzept des Vorkurses bzw. einer der Fachausbildung vorgelagerten Grundlagenvermittlung fand international Einzug in etliche Curricula der Gestaltungs- und Kunsthochschulen.

„Beyond Bauhaus Basics“ untersucht diese didaktischen Konzepte und überprüft sie auf Gehalt, Potential und Aktualität. Die Absicht ist, historische Verbindungslinien zwischen Personen und Institutionen der Gestalterischen Grundlehre zu ziehen, Muster und Brüche freizulegen sowie Prägungen und Tradierenden zu entdecken – vor dem Hintergrund der Frage, wie eine zeitgemäße Grundlagenvermittlung in der Gestaltungslehre beschaffen sein soll.

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Erstellung einer synchronoptischen Darstellung als Arbeitsinstrument und Analyse ausgewählten Bildmaterials